KEO (UK)

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Manche Bands fragen nicht erst höflich an – sie tauchen einfach auf, spielen sich in die Herzen und bleiben. KEO gehören dazu. Das Londoner Quartett um die Brüder Finn (Gesang) und Conor Keogh (Bass) steht für eine neue Generation britischer Gitarrenmusik, die Gefühl, Wucht und Wahrhaftigkeit vereint. Musik liegt der Band im Blut: Ihr Vater war Irish-Folk-Musiker, und die Brüder wuchsen auf Tourneen und Sessions auf, ehe die Familie nach Portugal zog. Dort reifte ihre Leidenschaft, doch der entscheidende Schritt kam mit dem Umzug nach London – dorthin, wo Rock wieder laut atmet. Gemeinsam mit Gitarrist Jimmy Lanwern und Drummer Oli Spackman formte Finn die Band, die ihren Namen bald auf Londons Bühnen etablierte. Anstatt sofort Songs zu veröffentlichen, spielten KEO über zwei Jahre lang jede Show, die sie bekommen konnten – oft vor kleinem Publikum, aber mit unerschütterlicher Energie. Diese Entschlossenheit zahlte sich aus: Noch vor ihrem ersten Release verkauften sie 400er-Hallen aus. Mit ihrer Debüt-EP »Sirens« (2025) lieferten sie ein ehrliches, ungeschliffenes Statement – fünf Songs, größtenteils live aufgenommen, zwischen Alternative, Shoegaze und Grunge. Finns raue Stimme und seine Texte über Perfektionismus, Trennung und Selbstzweifel fügen sich zu einer eindringlichen Mischung aus Melancholie und Befreiung. KEO stehen für handgemachte Musik mit Haltung – roh, ehrlich und emotional aufgeladen. Beim Popsalon zeigen sie, dass echter Rock nicht zurück ist, sondern nie wirklich weg war.

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