Slut (D)

pic

Dass die Wege von SLUT unorthodox sind, ist bekannt. Nun ist klar, dass ihr Ausflug ins Theaterfach nicht nur ein Ende, sondern auch ein Anfang war. Nach einer Version von Brechts „Dreigroschenoper“, die den internationalen Feuilleton erheblich beeindruckt zeigte, und vier Jahre nach „All We Need Is Silence“ meldet sich das Verweigererkollektiv jetzt nämlich mit Pauken, Trompeten und Donnerhall zurück. Mit einem Album, dessen Titel „Still No1“ jeder verstehen darf, wie er gerne möchte. Mit einem Album, das jedoch unmissverständlich artikuliert, warum SLUT seit jeher eine Sonderrolle einnimmt. Die Zeit von Purismus und Reduktion ist jedenfalls vorbei. SLUT haben einen neuen Spielplatz gefunden - eine Arena, deren Ausmaße offenbar gigantisch sind. Wo zuletzt spartanisch instrumentiert wurde, schöpft man diesmal (mit Chören, Akkordeon, Streichern, singenden Sägen, Klavier, Bläsern und den obligat apokalyptischen Gitarrenwänden) aus einem Fundus, der nicht vielen Bands zur Verfügung zu stehen scheint. Weder hier, noch anderswo.

Slut auf MySpace · Slut’s Homepage